Abgeschlossene Petition: S20-330 Fehlzeiten Azubis im Gesundheitswesen
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Hauptpetent/in: |
Elferink, Rebecca |
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Ende der Mitzeichnungsfrist: |
30.08.2022 |
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Anzahl Mitzeichner: |
44 Mitzeichner |
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Abschlussbericht |
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Wortlaut wie eingereicht:
Corona bedroht deutschlandweit Abschluss von Auszubildenden im Gesundheitswesen!
Jung und in der Ausbildung, in Krankenhäusern und Altenheimen - Wir waren die Verlierer der Pandemie, jetzt bedroht Corona unsere Abschlüsse.
Worum geht es?
Für angehende Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und viele Weitere gibt es in der Ausbildung eine gesetzliche Maximalanzahl an Fehlzeiten, höchstens 10% der Ausbildungsdauer.
Das sind in einer 3-jährigen Ausbildung ca. 20 Arbeitstage pro Jahr - Wer mehr fehlt, darf am Ende nicht zum Examen zugelassen werden.
Warum ist das ein Problem?
Auf Station haben wir den Personalmangel aufgefangen und wurden hauptsächlich für die „einfacheren“ körpernahen Aufgaben reserviert.
Besonders gerne wurden als erstes die „Jüngeren“, also wir, in die Zimmer der Coronapatienten geschickt.
Fachkräfte mussten sich oft um wichtigere Aufgaben kümmern, viel blieb an uns hängen, auch Dinge, die wir eigentlich noch gar nicht konnten oder durften. Stundenlang Waschen, An- und Ausziehen, schwitzen unter Schutzbrille und Kittel, dass wir eigentlich da sind um zu lernen wurde vergessen. Aussuchen konnten wir uns das nicht. Wer sich beschwerte, wurde oft mit einer schlechten Note bestraft.
Dazu gab es für uns Azubis im Gesundheitswesen besonders strenge Coronaregeln. Bei einer Quarantäne oder Infektion waren wir oft 14 Tage zuhause. Ein PCR-Test war schon als Kontaktperson oder bei Schnupfen Pflicht, mit Wartezeiten bis zu 3 Tagen.
Wer sich nach der Impfung schlapp fühlte ging trotzdem arbeiten, oder kam mit Grippe zur Schicht, aus Angst vor den 10%.
Mehr Fehlzeiten? Pech gehabt!
Und die Politik?…die schläft. Bei solchen „Einzelfällen“ kann man ja einen Antrag stellen. Dass ein sogenannter „Härtefallantrag“ keine Garantie für die Zulassung ist und in der Realität regelmäßig abgelehnt wird, dazu schweigt man. Angeordnete Testungen und Isolationen kann man eh nicht „nachweisen“, also werden sie gar nicht erst berücksichtigt.
Und jetzt?
Jetzt bangen wir deutschlandweit um unseren Abschluss! - Nur weil wir trotz aller Strapazen im Gesundheitssystem gearbeitet haben?!
Wir finden NEIN! Das dürfen wir nicht akzeptieren.
Und fordern eine Änderung der Fehlzeitenregelung für Corona-betroffene Ausbildungsjahrgänge.
Nicht nur Corona-Infektionen, sondern auch PCR-Testungen, Verdachtsquarantänen und Wartezeiten stellen eine extreme Mehrbelastung dar und dürfen deshalb nicht unter die 10%-Regel fallen!
Damit die Politik endlich zuhört brauchen wir jetzt eure Stimme:
Setzt ein Zeichen! Und unterstützt mit eurer Unterschrift nicht nur uns als Auszubildende, sondern Deutschlands zukünftige Fachkräfte.
Mit hoffnungsvollen Grüßen,
eure Azubis im Gesundheitswesen.
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