Abgeschlossene Petition: S20-324 Abbau von Pkw-Parkplätzen im Alten Postweg verhindern
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Hauptpetent/in: |
wird auf eigenen Wunsch nicht veröffentlicht |
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Ende der Mitzeichnungsfrist: |
25.08.2022 |
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Anzahl Mitzeichner: |
102 Mitzeichner |
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Abschlussbericht |
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Wortlaut wie eingereicht:
Gegen den Abbau von dringend benötigten
PKW-Parkplätzen in der Strasse Alter Postweg
(„Der Alte Postweg wird zur Premium-Fahrradstrasse“)
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir schreiben im Namen von dutzenden Hausbesitzer/innen und Anwohner/innen des Alten Postwegs im Abschnitt zwischen „An der Grenzpappel“ und „Quintschlag“, sowie vielen Anwohnern des „Alten Postwegs“ im Abschnitt zwischen „Quintschlag“ und „Föhrenstraße“. Ebenso betroffen sind Anwohner der Nebenstrassen „An der Grenzpappel“, „Quintschlag“, sowie die „Föhrenstrasse“ in 28207 Bremen.
Anfang des Jahres 2022 hörten wir zum ersten Mal von einem Bauvorhaben der Stadt Bremen, im Bereich des Alten Postwegs zwischen der Seitenstraße „Föhrenstraße“ und „An der Grenzpappel“. Es war von einer „virtuellen Onlineversammlung“ die Rede. An Dieser konnten wir aus beruflichen Gründen leider nicht teilnehmen. Erst Ende April „flog“ sämtlichen Anwohnern und Hausbesitzern ein Flyer ins Haus, in dem eigentlich schon festliegend beschrieben stand was überhaupt in unserer Straße passieren soll. Die Umsetzung war also schon beschlossen.
Erst nach diesem Flyer wurden wir nach langem (!) suchen im Internet auf eine Seite des Portals „hohwisch.de“ aufmerksam, auf der bereits im März 2021 von Volker Althoff beschrieben steht, was da geplant wurde. Dort stehen unter anderem die Auswahl von 3 Varianten des Umbaus beschrieben und ebenfalls Äußerungen der Partei „Die Linke“, sowie Meinungen des ADFC, zudem die Meinung des Herrn Heinz-Hermann Hoffhenke (CDU), der dazu gesagt haben soll: „Wir werden den Ausbau unterstützen, aber nur mit dem gemeinsamen Konsens der Anwohner.“
Von einem gemeinsamen Konsens mit den Anwohnern war bis heute (Juni 2022) leider nichts zu spüren. Von der so genannten „virtuellen Onlineveranstaltung“ wusste so gut wie niemand. Und die, die es wussten und versucht hatten online daran teilzuhaben, konnten sich nicht einloggen..
Es muss eine „reale“ Anwohnerversammlung gegeben haben, von der aber nach vielen Gesprächen mit Anwohner/innen und Hausbesitzer/innen, so gut wie niemand etwas wusste.
Hätte es einen „gemeinsamen Konsens“ mit den Anwohnern gegeben, hätte man gewusst, dass:
1. Im Alten Postweg auf so ziemlich der gesamten Länge seit vielen Jahren Parkplatzmangel herrscht.
2. Die Installation von so genannten „Fahrradbügeln“ beinahe komplett unsinnig sind. Erst Recht wenn man laut dem Flyer von 80 (!) Fahrradbügeln spricht.
3. Die komplette Sperrung, der auf den jeweiligen Grundstücken bereits seit vielen Jahrzehnten und teilweise sogar seit Ende des letzten Weltkriegs bestehenden Parkplätzen zu noch mehr Parkplatzmangel führt.
Begründung:
Zu Punkt 1: Im Grunde alle im Alten Postweg lebenden Bremer Bürger/innen bzw. Familien sind berufstätig. Es stellt sich in Gesprächen heraus, dass sehr viele Anwohner/innen und Hausbesitzer/innen, die auf ihrem eigenen Grundstück parken, sogar einen Zweitwagen und manche sogar ein drittes Fahrzeug besitzen. Sie regeln es bislang so, dass ein Fahrzeug auf dem Grundstück steht, und das andere Fahrzeug direkt auf der Einfahrt. Deutsche Gesetze, die das Parken in der Einfahrt an sich verbieten hin und her: - es spart in der Realität enorm viele Parkplätze ein.
Allein das Hotel an der Ecke Quintschlag/Alter Postweg hat recht viele Parkplätze angemeldet, von denen zukünftig kein einziger mehr zur Verfügung stehen würde. Es stellt sich die Frage, wo die alle hin sollen.
Zu Beginn des Jahres wurde in einzelnen Telefonaten Anwohnern, die einen noch nicht auf ihrem Grundstück befindlichen Parkplatz anmelden und auf eigene Kosten bauen wollten zugesagt, dass dies kein Problem wäre, dann kam eine Absage.
Zu Punkt 2: Beinahe jeder Anwohner bzw. Hausbesitzer besitzt ein Fahrrad (sehr viele auch zwei oder sogar drei), schließt es jedoch niemals auf der öffentlichen Strasse ab, sondern eigentlich grundsätzlich auf seinem eigenen Grundstück, wenn nicht sogar im eigenen Haus oder im Keller oder im Hof. Das Gleiche gilt im Übrigen genauso für deren Besuch, die ebenfalls ihre Räder auf den Grundstücken der jeweiligen Person, die besucht wird, abstellen.
Das allein macht jeden einzelnen Fahrradbügel auf öffentlichem Grundstück beinahe komplett überflüssig, selbst für so genannte „Lastenfahrräder“, die besitzt in dieser Straße nur eine einzige Person bis jetzt. Ebenso wie auch zumindest bis zum heutigen Zeitpunkt nur ein einziges Elektrofahrzeug in dieser Straße existiert, für das ein Antrag gestellt wurde eine Ladestation auf eigenem Grundstück zu errichten. Diese wurde jedoch abgelehnt.
Ebenso wurde bislang meist abgelehnt Genehmigungen zu erteilen, sei es für bereits seit Jahrzehnten bestehende auf privaten Grundstücken befindliche Parkplätze, oder auch für Hausbesitzer, die diese gerne einrichten würden.
Zu Punkt 3: Es ist anmaßend, von den Anwohnern und Hausbesitzern zu erwarten, dass sie nach ihrer Arbeit sei es, dass sie am frühen Morgen oder am späten Abend nach Hause kommen, erstmal stundenlang nach einem halbwegs legalen Parkplatz suchen müssen. Oder gar zu erwarten, dass sie ihr Fahrzeug irgendwo weit entfernt parken müssen. Dort wird dem kriminellen Milieu der Gegend dann die Gelegenheit gegeben, Autoscheiben einzuschlagen.
50 eingeplante Parkplätze für PKW sind viel zu wenig für hunderte berufstätige Autofahrer/innen, die in dieser Straße leben. Und wer hat an Anwohnerparkplätze gedacht? Geschweige denn an Parkplätze für Behinderte und ihre Fahrer, die Anwohner oder Hausbesitzer sind?
Ein Poller vor dem Haus macht unsere Häuser nicht attraktiver, ganz im Gegenteil, es stellt eher eine Wertminderung der jeweiligen Immobilie dar. Eine gewisse geringe Anzahl von Fahrradbügeln wäre völlig akzeptabel, ebenfalls Car-Sharing Plätze, oder auch Ladesäulen für zukünftige (!) E-Autos, und auch Anpflanzungen für neue Bäume. Aber dort, wo Autos parken könnten, Poller hinzustellen, ist so ziemlich das Letzte, was man absegnen sollte. Zudem erscheint diese Maßnahme völlig unsinnig und am Interesse der Anwohner vorbei.
Das gesamte Projekt ist wenig nachvollziehbar, denn es hätte eine weitere, sehr viel sinnvollere Möglichkeit über den Hastedter Kraftwerkdeich gegeben, der nur ein Mal (durch den Autobahnzubringer) unterbrochen worden wäre. Nein, man führt das Ganze durch ein Wohngebiet, wo die arbeitende Bevölkerung auf seine Fahrzeuge angewiesen ist. Außerdem soll die Straße geteert werden, obwohl man längst weiß, dass im Bereich zwischen „Malerstraße“ und „Föhrenstraße“, die bereits seit Jahrzehnten asphaltierte Strecke Autofahrer/innen dazu inspirierten, auch beim folgenden Kopfsteinpflaster zu beschleunigen. Am Ende der Straße befindet sich ein Spielplatz und man fragt sich, wie man dem gerecht wird, wissend, dass bei einem solchen Fahrverhalten keine Rücksicht auf Irgendetwas genommen wird, geschweige denn auf Kinder. Es mangelt aber auch schon seit Jahrzehnten an Hinweisschildern, die darauf aufmerksam machen, dass sich hier ein Spielplatz befindet.
Mit freundlichen Grüssen,
Anwohner und Hausbesitzer der Strasse Alter Postweg, Bremen
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