L 20/2 - Schutz der Nutria-Abwägung des Jagdrechts

L 20/2 - Schutz der Nutria-Abwägung des Jagdrechts

Beitragvon Moderator » Mo 9. Sep 2019, 12:49

Herr Nikolai Goldschmidt hat nachstehende Petition eingereicht:


Schutz der Nutria; Abwägung des Jagdrechtes.

Mein Anliegen richtet sich darauf, der Nutria wieder Schonzeiten zu zusprechen und das Jagen der Muttertiere gänzlich in Bremen zu verbieten. Es ist unverhältnismäßig, Muttertiere abschießen zu dürfen, während Jungtiere auf sich alleine gestellt sind. Zudem ist es wider des Natur- und Tierschutzes, Lebendfallen einzusetzen, um dann per Kopfschuss das Tier hinzurichten. Auch ist es gegen den Tierschutz, einem Tier nicht - zumindest - Jagdschonzeiten zu zusprechen.
Insgesamt werden Abschussargumente in dieser Diskussion aufgeführt, beispielsweise vom "Deichverband am rechten Weserufer", die nicht haltbar sind. Es ist unbewiesen, dass Nutria für Deichschäden verantwortlich sind - auch ist unbewiesen, dass sie im Allgemeinen für Mensch und andere Tierarten gefährdend sind. Das Etikett "invasiv" ist meiner Ansicht nicht genug Beweis für eine Gefährdung, geschweige denn einer Berechtigung eines ganzjährigen Abschusses. Meines Wissens nach verhalten sich Nutria wenig artgefährdend, alleine schon durch ihren Vegetarismus. Auch muss das Wort "eingeführte" Arten (Nutria gelten als eingeführt) nicht im Widerspruch stehen zu "heimisch", leben wir doch in einer Welt, in der es stets Veränderungen und Migration gibt (auch bei Tieren!). Oder mit anderen Worten, Tiere suchen sich ebenso laufend neue Lebensräume, wie Menschen. Dies darf ihnen nicht durch stumpfen Lobbyimus eines Jägerverbandes oder Deichverbandes zum Verhängnis werden.

Ich bitte den Petitionsausschuss um positive Prüfung und um Weiterleitung an das Parlament.
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