S 19/360 - Erstellung eines ÖPNV-Konzeptes für Woltmershausen

S 19/360 - Erstellung eines ÖPNV-Konzeptes für Woltmershausen

Beitragvon Moderator » Mo 30. Jul 2018, 11:29

Herr Heiner Brünjes hat nachstehende Petition eingereicht:


Als Bürger des Stadtteils Woltmershausen verfolge ich mit Interesse die Entwicklungen im vorderen Bereich des Quartiers (Stichworte: Brinkmann, Gaswerk, Hohentorshafen). Wenn ich mir die aktuellen Entwicklungen und die Situation in der auf der anderen Weserseite gelegenen Überseestadt anschaue, kommt der Vorlage eines nachhaltigen Verkehrskonzepts für die Entwicklung eine besondere Bedeutung zu. Aus meiner Sicht sollten diejenigen Verkehrsmittel den Vorrang erhalten, die zumindest vor Ort keine Abgase erzeugen, wenig Platz beanspruchen, zuverlässig, attraktiv und wirtschaftlich sind und zugleich vielen Menschen dienen. Im Rahmen eines Verkehrskonzeptes für Woltmershausen hat für mich daher der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine hohe Bedeutung. Deshalb rege ich an, für den wachsenden Stadtteil ein zukunftsfähiges ÖPNV-Konzept zu entwickeln. Kernpunkt sollte die ergebnisoffene Überprüfung der Einführung einer Straßenbahnanbindung von Woltmershausen sein, da sie aus meiner Sicht am besten die oben genannten Anforderungen erfüllt. Sofern das nicht möglich ist, schlage ich vor, die vorhandene Buslinie 24 zu stärken und eine zweite Busachse einzuführen:

Bei der Linie 24 sind vor allem die vielen zugeparkten und unzureichend ausgebauten Haltestellen, wie z.B. die Rechtenflether Straße stadteinwärts oder die Huder Straße stadtauswärts, ein großer Schwachpunkt. Aufgrund des Parkdrucks in der Woltmershauser Straße und noch mehr im Hohentorsquartier schleichen die Busse oft nur noch, sind verspätungsanfällig und somit nicht immer zuverlässig. Zudem verkehrt die "24" in Randlage des Stadtteils über die Woltmershauser Straße, was dazu führt, das große Wohngebiete (Bsp: Visbeker Straße) nicht angebunden sind. Diese Probleme sollten gelöst und die Taktzeiten der bereits heute stark genutzten Linie im Berufs- und Schülerverkehr verdichtet werden. Zudem rege ich an, die Verlängerung der Busspur in der Woltmershauser Straße etwa bis zur Haltestelle Huder Straße zu durchdenken und somit die Verspätungsanfälligkeit der Linie 24 in Richtung Innenstadt zeitnahe zu mindern.Wenn das Ziel ist, mehr Menschen in die öffentlichen Verkehrsmittel zu bekommen, muss hier etwas geschehen. Elektrobusse finde ich gut, lösen diese Probleme aber nicht und stehen genauso im Stau, wie Dieselbusse.

Eine zweite Achse wäre die Führung einer Buslinie über Hempenweg, Hermann-Ritter- und Simon-Bolivar-Straße oder gar über das Brinkmanngelände und Am Gaswerksgraben. Hierfür könnte entweder die vorhandene GVZ-Linie 63 eine neue Führung erhalten oder eine Bedienung durch verlängerte Buslinien 61 und/oder 62 erfolgen.

Für Bereiche von Woltmershausen, die durch eine mögliche Straßenbahnlinie oder die beiden Busachsen nicht erschlossen werden, kann ich mir Kleinbusse vorstellen, die auf Anforderung verkehren (Mobility on Demand), also insbesondere zwischen den Straßen Auf dem Bohnenkamp und Roter Sand/Butjadinger Straße.

Ich bitte um Prüfung meiner Vorschläge und insbesondere um die Erarbeitung eines ÖPNV-Konzeptes für Woltmershausen.

Heiner Brünjes
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