S 19/272 - Tempo-30-Zone und Fahrradschutzstreifen im Buntentorsteinweg

S 19/272 - Tempo-30-Zone und Fahrradschutzstreifen im Buntentorsteinweg

Beitragvon Moderator » Fr 8. Sep 2017, 10:56

Frau Peggy Diestelkamp hat nachstehende Petition eingereicht:

Tempo-30 Zone und Fahrradschutzstreifen im Buntentorsteinweg

Reduzierung der Unfallgefahr
Lärmschutz für Anwohner

Im Buntentorsteinweg befinden sich mehrere Kindergärten / Kinderbetreuungsstätten, eine Schule, betreutes Wohnen für junge Mütter, eine Senioren Wohnanlage und eine große Behindertenwerkstätte. Aufgrund des fehlenden Fahrradweges sind viele unsichere Fahrradfahrer und Mütter mit Kindersitzen auf der Straße. Zusammen mit den Straßenbahnen und den parkenden Autos birgt dies ein sehr hohes Unfallrisiko.
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Re: S 19/272 - Tempo-30-Zone und Fahrradschutzstreifen im Buntentorsteinweg

Beitragvon Dieter König » Mo 25. Sep 2017, 09:49

Hinzu kommt: Es gibt zwar den parallelen stark frequentierten Radweg entlang der Kleinen Weser, aber die Durchlässigkeit zum Wohngebiet ist dürftig und im Winter wird er nicht geräumt und gestreut. Spätestens dann müssen alle Radfahrer den Buntentorsteinweg benutzen.
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Re: S 19/272 - Tempo-30-Zone und Fahrradschutzstreifen im Buntentorsteinweg

Beitragvon ulamm » Mo 2. Okt 2017, 11:29

Die beiden hier miteinander verbundenen Forderungen stehen einander im Weg:
In Tempo-30-Zonen soll es keinen motorisierten Durchgangsverkehr geben und soll der Autoverkehr nachrangig gegenüber den Belangen der Anwohner sein.

Schutzstreifen bedeuten, dass die Restfahrbahn vorrangig den Autos gehört. Darum sind Schutzstrefen und andere Radverkehrsanlagen in Tempo-30-Zonen allenfalls als Altlasten zu tolerieren, nicht aber neu anzulegen.

Die Fahrbahn des Buntentorsteinwegs wird mit von den Straßenbahnlinien Nr. 4 und 41 nach Obervieland befahren. In ihrem Einzugsgebiet wohnen stadtauswärts des Buntenstorsteinwegs über 35.000 Menschen. Das ist etwas anderes als eine Buslinie, die sich durch die Straßen einer größeren Wohnsiedlung schlängelt. Zwar fahren nicht nur in Bremen auch Straßenbahnlinien durch Fußgängerzonen, aber das dient der optimalen ÖPNV-Anbindung des Verkehrsziels Stadtzentrum.

Die Straßenbahnlinien im Buntentorsteinweg hingegen sind motorisierter Durchgangsverkehr. Nur ein gernger Teil der Fahrgäste steigt in dieser Straße ein oder aus, denn gerade der enge Abschnitt der Straße (stadtauswärts des Deichscharts) hat nicht einmal die Funktion eines Stadtteilzentrums.

Folglich hat der Buntentorsteinweg keine Chance, die Art von Straße zu werden, die durch Einrichtung einer Tempo-30-Zone erreicht werden soll.

Tempo 30 ohne Zone ist in engen Durchgangsstraßen vielerorts üblich.
Richtig wäre also die Forderung nach "einfacher" Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und Schutzstreifen gewesen.

Beste Grüße
Ulrich Lamm
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