L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon Moderator » Mo 10. Aug 2015, 12:22

Herr Ingo Oehlkers hat nachstehende Petition eingereicht:

Keine öffentlichen Mittel zur Finanzierung des Offshore-Terminals in Bremerhaven

Forderung:

Wir fordern die bremische Bürgerschaft auf, den Bau des Offshore-Terminals in Bremerhaven (OTB) nicht aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Außerdem fordern wir die bremische Bürgerschaft auf, einen Volksentscheid über die Realisierung dieses Projekts herbeizuführen.

Begründung:

Auf Grundlage der hohen Verschuldung des Bundeslandes Bremen dürfen keine öffentlichen Mittel für ein derartiges Projekt ausgegeben werden, welches durch private Investoren aufgrund erkannter Unwirtschaftlichkeit bereits abgelehnt wurde.

Weiterhin liegen keine unabhängigen Gutachten vor, welche eine wirtschaftliche Sinnhaftigkeit belastbar darstellen.

Die aktuellen Prognosen zur Auslastung des OTB sind realitätsfremd, da die Auswirkungen der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom 21.07.2014 nicht ausreichend berücksichtigt werden. Durch die damit in Kraft getretene Kürzung der Ausbauziele der Offshore-Windenergie auf 6,5 GW bis 2020 und 15 GW bis 2030 werden dem Bau neuer Offshore-Windparks und damit auch dem Umschlag der Anlagen Grenzen gesetzt. Dass auch der geplante OTB diesen Grenzen unterliegt wird in keiner aktuellen Betrachtungen neu bewertet und offen gelegt.

Die propagierten Angaben aus dem Jahr 2010 mit geschätzten 180 Millionen Euro Baukosten sind absolut nicht mehr haltbar und bedürfen einer Neukalkulation unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse.

Die propagierten Angaben hinsichtlich zu erwartender Neuansiedelungen branchenspezifischer Unternehmen und einer unterstellten Nutzung des OTB sind unrealistisch. Bislang wurden keine Vertragsabschlüsse vorgelegt, die eine Ansiedlung solcher Unternehmen garantieren würden.

Es liegt kein klares und belastbares Finanzierungskonzept vor, wie und aus welchen Mitteln die geschätzten Baukosten finanziert werden sollen. Angedachte Mittel aus Unternehmensbeteiligungen unterliegen wirtschaftlichen Risikofaktoren, die nicht vorhersehbar und kalkulierbar sind.

Die Realisierung des OTB würde zur Zerstörung einer bestehenden Infrastruktur führen (Regionalflughafen-Bremerhaven), welche mit öffentlichen Mitteln bereits saniert wurde.

Unter Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklung in der Windkraftbranche, der verminderten Förderung seitens der Bundesregierung (EEG in der Fassung vom 21.07.2014), einer aktuellen realistischen Betrachtung der überregionalen Konkurrenzsituation sowie aller oben genannten Punkte muss das Projekt als eine klare Fehlinvestition von öffentlichen Mitteln eingestuft werden.

Hergang und Situation:

Die Stadt Bremerhaven und der Senat Bremen haben im Jahr 2011 den Bau eines Offshore-Terminals Bremerhaven geplant. Es gab für dieses Projekt eine öffentliche Ausschreibung (Konzessionsmodell), jedoch konnte kein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen für sich eine wirtschaftliche Rentabilität in diesem Projekt erkennen.

Ursprünglich hatte der Senat im März 2011 ein Konzessionsmodell beschlossen, bei dem in einem Ausschreibungsverfahren eine Bau- und Betriebskonzession an einen Investor vergeben werden sollte. Ein solches Modell hätte es ermöglicht, den OTB ohne Übernahme von Investitionskosten durch die Stadt Bremen zu realisieren. Die abgegebenen Angebote entsprachen jedoch nicht den Ausschreibungsbedingungen, da sie eine finanzielle Beteiligung Bremens erfordert hätten. Deshalb musste das Verfahren aufgehoben werden.

Daraufhin wurden durch den Senat Bremen in der Senatssitzung am 04.12.2012 die eigenen Vorgaben abgeändert und eine Finanzierung des Baus und des Betriebs des OTB durch öffentliche Gelder beschlossen.

Die forcierte Umsetzung des Projektes mit der Verwendung von öffentlichen Mitteln würde einem klar definierten Wirtschaftszweig bevorzugte Rahmenbedingungen schaffen, obwohl dieser nicht bereit war, dieses wirtschaftliche Risiko selbst zu tragen.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon adjafong » Mi 12. Aug 2015, 10:36

Wie unsinnig der geplante Bau ist zeigt auch die Entscheidung von Siemens,Off-Shore Windanlagen in Cuxhaven zu bauen-und zu verschiffen!Daraus,wie Bremer Politiker es getan haben,eine Unterstützung des Bremerhavener Vorhabens abzuleiten,ist unverforen und unverantwortlich.Die "Sonderstellung" Bremerhavens darf nicht dazu führen,die Gesetze der Marktwirtschaft zu ignorieren.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon nootb » Fr 14. Aug 2015, 18:10

Der Bau des Otb-Terminals ist m.E. auch deshalb unsinnig, weil in Norddeutscland bei gleichzeitig viel Sonne und Wind bereits jetzt ein Überschuß an elektrischem Strom erzeugt wird, sodaß entsprechende Anlagen für Energieverbraucher kostenpflichtig stillgelegt werden, ode der Überflüssige Strom an der Strombörse verschleudert wird. Hätte die zugehörige Lobby nicht interveniert, wäre die Erzeugung von Offshore-Strom sinnvollerweise von der Politik stärker begrenzt worden. Es macht wegen der Übertragungsverluste und der Kosten auch kaum Sinn, den Offshore-Strom nach Bayern zu übertragen. Es wäre schon interessant, wie eigenlich die Wirtschaftlichkeitsprognose für das neue Siemens-Wer aussieht.
I.H.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon Alexander Strübing » Di 18. Aug 2015, 19:15

Zunächst Grundsätzliches: Es sollte jedem egal sein, ob der Titel dieser Petition „Keine öffentlichen Mittel zur Finanzierung des Offshore-Terminals in Bremerhaven“ lautet, oder eine andere Headline hat. In diesem besonderen Fall ist es auch unwesentlich, lieber Rudolf Hickel, ob der Petent „geschäftliche Interesse“ hat oder sich Sorgen zu einem Großprojekt macht, das scheitern wird. Denn Du, lieber Rudolf Hickel, scheinst mir auch immer häufiger unter PR-Aspekten unterwegs zu sein – und zwar in eigener Sache, weil schließlich Bekanntheit Dein Business fördert. Warum erhebst Du z. B. keinen Einspruch, wenn die Presse Dich immer noch als Wirtschaftwissenschaftler mit Professur bei der Uni Bremen vorstellt, wie dies in der NZ zu lesen war? Du hast Dich doch längst von der Uni Bremen verabschiedet, oder? Was denkst Du, ist das so in Ordnung?

Wichtig aus ökonomischer Sicht, aus Naturschutzaspekten und einer „autonomen“ Stromversorgung ist nur, dass der OTB aus allen Köpfen verschwindet und NIE gebaut wird - weder von private Investoren, noch mit Steuergeldern in Höhe von prognostizierten 180 Millionen Euro, die sich aufgrund ALLER bisherigen Erfahrungen mindestens verdreifachen werden.

Deshalb die dringende Bitte, dass die Verantwortlichen für dieses Phantasieprojekt der Forderung nach Transparenz nachkommen und folgende Fragen und deren Beantwortung der Öffentlichkeit zugänglich machen:

1. welche Annahmen liegen den Prognosen für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg des OTB zugrunde?

2. Welche Annahmen liegen den abenteuerlichen Aussagen des ex Staatsrates Heseler zugrunde, dass mehrere tausend Arbeitsplätze geschaffen werden?

3. Wird evtl. schon 5 Jahren nach Betriebsaufnahme, also ca. 2025, die Nordsee so stark mit „Mühlen“ bepflastert sein, dass der OTB wegen Kapazitäts-überfüllung der Nordsee überflüssig ist?

4. Sind in die Überlegungen zum OTB die Konkurrenten an der Deutschen Küste, wie z. B. Emden, Cuxhaven (Siemes baut jetzt dort), W’ haven eingeflossen und die Konkurrenten in Holland, Frankreich und England? Wie wird reagiert, wenn diese schlafenden Hunde plötzlich geweckt werden?

5. Der Verdacht liegt nahe, dass der OTB gebaut werden soll, um dem französischen Atomkonzern AREVA, der deutschen E.ON mit Firmensitz in der Steueroase Luxemburg, dem Energiekonzern VATTENFALL, der gegen den Atomausstieg vor einem Schiedsgericht klagt, jede Unterstützung für zentrale Energieversorgung zukommen zu lassen. Die Monopolstellung dieser Konzerne würde mit dem OTB gefestigt und so auch deren Preisgestaltung, die bekannter weise nicht vom Wohlsein des Bürgers kalkuliert wird. Ist diese Vermutung richtig und (siehe 6.)?

6. Will sich der Bremer Senat mit dem OTB endgültig von einer dezentrale Stromversorgung in Bürgerhand und zu Gunsten der Bürger verabschieden (wie seinerzeit schon von der SWB) und anderen Alternativen keinerlei Chancen mehr einräumen?
7. Sind Sie Herr Günthner und Ihre Mitstreiter darüber informiert, das längst Windenergieanlagen nicht nur in der Erprobung, sondern im Betrieb sind, die eine 6 X höhere Effizienz haben als die herkömmlichen Windenergieanlagen und wesentlich kleiner sind?

8. Können Sie, Herr Günthner und Herr Lohse, sich vorstellen, dass aufgrund dieses unter 7. angesprochene Systems und anderer alternativer Stromproduzenten, die derzeitigen „Windmühlen“ in 5 Jahren zum avisierten Start des OTB, eine veraltete Technik sein werden?

9. Haben sich die zuständigen MitarbeiterInnen bei Herrn Lohse und Herrn Günthner zu Energiealternativen für Bremen informiert? Falls nicht, informieren wir gerne. Denn derartige Konzepte liegen in Bremer Schubladen und könnten Morgen gestartet werden. Sie sind nachhaltig, effizient, weltweit zu verkaufen und zu ca. 10% der prognostizierten Kosten für das OTB zu realisieren.

10. Der BUND steht in zunehmenden Maße wegen der Unterstützung der Stromproduktion aus „nur“ Windmühlen in der Kritik. Zu Recht, wie mehr und mehr kritische Bürger meinen. „Spargellandschaften“ und Energieversorgung durch Monopolisten scheint dem BUND wichtiger geworden zu sein als Landschaftsschutz. Gedenkt der BUND um der eigenen Glaubwürdigkeit willen, dem Landschaftsschutz wieder den Rang einzuräumen, der ihm gebührt und dem MEEResschutz auf das gleiche Niveau zu heben?

11. Ist bei der stetig voran schreitenden Klimaveränderung und den Planungen für den OTB, an die Folgen einer mit Sicherheit in jedem Herbst kommenden, neuen Jahrhundertsturmflut gedacht worden? Wenn ja, besteht in Hinblick auf die Nordwestlage des Blexener Bogens, dem ansteigenden Meeresspiegel und eine noch im Raum stehende Weservertiefung, die Befürchtung, das der OTB von der Weser verschluckt werden könnte?

12. Von welchen jährlichen Betriebskosten für den OTB wird ausgegangen? Ist z. B. berücksichtigt worden, dass der Blexener Bogen gleich einem Staubsauger den Weserschlamm aufnimmt und ständig ausgebaggert werden muss?

13. Zentral ausgerichtete Anlagen und Kommandostände sind „gefunde Fressen“ für Hacker. In der Vergangenheit ist dies überdeutlich geworden. Wie stellen sich die für den OTB Verantwortlichen bei dieser gebündelten Stromproduktion und den zentralen Steuerständen, Abwehrmaßnahmen vor und mit welchen Kosten hier für wird gerechnet?

14. Durch Bremer Politik läuft ein rotes Band an Millionen schweren (Steuer-) Flops aufgrund von Inkompetenz und Wunschprognosen, die bar jeden Realitätsbewußtsein waren. Hier Beispiele für Fehlinvestitionen und Fehlsubventionen, die bei der Diskussion um den OTB erwähnt werden müssen: SpaceCenter Bremen, Die Bremer Bootsbau Vegesack (BBV), Gewerbepark Oberneuland, Markthalle Vegesack, Havenhöft, Musicaltheater, Rennbahn, Beinaherodung Uniwildnis, Jacobsuniversität, JadeWeserPort, "Golden City" mit jährlich 280.000 €, Ansgari City Center, usw., usw.. Welche kompetente Wirtschaftsberatung ermittelt die genaue Summe an Steuergeldern, die auch zu Bremens derzeitiger desolaten finanziellen Situation geführt hat? Sind es schon Milliarden, die den Bremer Bürgern für bessere Schulen, mehr Lehrer, exellente Gesundheitsvorsorge, beste Krankenhäuser, hervorragende Infrastruktur, würdige Pflege alter Menschen, bezahlbaren Wohnraum, Subventionen für Energiealternativen, und, und, entzogen worden sind?

15. Herr Senator Günthner ist aufgrund seiner Ausbildung sicherlich ein Mann für den Umgang mit den Medien. Aber auch für das Gedeihen der Bremer Wirtschaft? U. a. liest sich sein Werdegang bei Wikipädia wie folgt: „Nach dem Abitur belegte Günthner an der Universität Bremen ein Studium der Kulturgeschichte Osteuropas, Geschichte und Philosophie, das er ohne Abschluss beendete. Anschließend absolvierte er einen 18-monatigen Fernlehrgang in der Fachrichtung Public Relations mit dem Abschluss PR-Berater (DPRG). Vor der Übernahme des Senatorenamts war er als selbständiger Kommunikations- und PR-Berater tätig“.
Um den Job eines Wirtschaftssenators verantwortlich für das finanziell gebeutelte Bremen ausfüllen zu können, ist Günthner sicherlich auf die massive Unterstützung von markt- und wirtschaftskundigen Beratern angewiesen. Ist es nicht besser, wenn diese „wirtschaftsweisen“ Berater oder einer von diesen, den Job des Wirtschaftssenators übernimmt und Günthner in Zukunft als PR-Berater den neuen Wirtschaftssentor unterstützt?

Alexander Strübing, Bremen
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon Eduardo » Mi 19. Aug 2015, 09:35

Wie ich sehe (so wenig Beiträge), hier gibt es nicht viel zu diskutieren.
Das Wort "unsinnig" aus dem letzten Beitrag passt sehr gut dafür.
Ich hoffe, dass es hier genug Mitzeichnenden geben wird, damit wir es verhindern könnten, dass unsere Politiker unser Geld wortwörtlich "in den Sand NICHT setzen"!
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon thimberwolf » So 23. Aug 2015, 13:32

Der geplante Offshore Terminal ist wie der im Bau befindliche Hafentunnel in Bremerhaven am Bedarf vorbeigeplant worden und reine Geldverschwendung.

Die Zukunft der Energieversorgung liegt in der Sonnenenergie und nicht in der Windkraft. Bei der Sonnenenergie sind wir nach wie vor am Anfang der Entwicklung. Denn die heutigen Solarzellen nutzen nur einen Teil des Lichtspektrums. Zurzeit wird nur das rote Licht von den auf dem Markt befindlichen Solarmodulen zur Stromgewinnung genutzt.

Das Lichtspektrum hat aber mehr als nur das rote Licht zu bieten. Man sieht im Regenbogen, wenn das Licht aufgebrochen wird, wie viele Farben sich im Licht befinden.

Solarmodule werden hauptsächlich aus Siliziumkristallen hergestellt. Neue Perowskit-Kristalle können aber die Zukunft von Solarzellen sein und damit höhere Erträge erzielen. Perowskit- Solarmodule sind billig in der Herstellung, hauchdünn, durchsichtig und sie nutzen zusätzlich das grüne und das blaue Licht. So könnten sie daher in Kombination zusammen mit den herkömmlichen Solarmodulen hergestellt werden und den Stromertrag deutlich erhöhen.

Das Fraunhofer Institut für Solarforschung hat zudem bereits Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von über 47,5 % entwickelt. (Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE Pressemitteilung vom 23. 09. 2013).

Die Zukunft der erneuerbaren Energien liegt daher in der Solarenergie und in der Speicherung des erzeugten Stroms.

Die Windkraft, so wie wir sie heute kennen, ist eine veraltete Technik, wie auch die Umweltverbände bereits zu Recht erkannt haben und laut darüber nachdenken gegen den Bau des Offshore-Terminals Klage einzureichen. (NZ Artikel vom 28. 07. 2015)

Die Nutzung der Windenergie wird sich in Zukunft verändern.

So können Flugdrachen als Windkraftwerke eingesetzt werden um Strom zu erzeugen. Ein sogenanntes Flugwindkraftwerk wäre eine Windkraftanlage, die nicht auf einem Turm montiert ist, sondern in Höhen von bis zu 1000 Metern fliegt und Strom erzeugt. Konventionelle Windkraftanlagen sind auf die Nutzung des bodennahen Windes beschränkt. In großen Höhen weht der Wind jedoch kräftiger und beständiger. Flugdrachen haben eingroßes Potential.

Die Herstellung der Flugdrachen verschlingt nur einen Bruchteil der Kosten klassischer Windräder, denn herkömmliche Windkrafträder bestehen aus den aufwändigen und ressourcenverbrauchenden Betonpfeiler mit hohem Stahlanteil. Flugwindkraftwerke können daher auch schnell und leicht an Orte transportiert werden und brauchen keinen Offshore Terminal.

Das große Energiepotenzial ist seit längerem bekannt und daher arbeiten bereits ca. 70 Unternehmen und auch Google daran, die Höhenwinde nutzbar zu machen. Die Branche glaubt daran, dass Anlagen mit bis zu 10 Megawatt entwickeln zu können, deutlich mehr als heutige Offshore-Anlagen.

Diese Beispiele zeigen, dass der Bau des Offshore Terminals in Bremerhaven überflüssig ist und sofort zu stoppen ist.

Die Tatsache, dass die Wirtschaft sich weder an der Finanzierung beteiligen will, noch den OTB betreiben will, ist ein weiterer Hinweis darauf, dass der OTB überflüssig ist.

Und sollten dennoch große Windkraftanlagen verschifft werden, so kann man auch den JadeWeserPort nutzen. Den haben die Steuerzahler schließlich mit 650 Millionen Euro bezuschusst und dort gibt es reichlich Kapazitäten für Windkraftanlagen.

Man sollte zuerst das Nutzen was man hat, bevor man etwas Neues baut. Der OTB ist nicht der letzte Strohhalm für die Arbeitslosenhochburg Bremerhaven und das hochverschuldete Land Bremen.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon Alexander Strübing » So 13. Sep 2015, 17:50

Um das Großprojekt OTB, mit der offensichtlich schlechten Perspektive, umfänglich für die Öffentlichkeit transparent zu machen, ist dringend ein Symposium notwendig. Denn so mancher Bürger wähnt sich wie bei TTIP auch, hinter verschlossene Türen gedrängt und vollständig entmündigt.
Für die Gegner des OTB sollten auf dem Podium sitzen: Dirk Briese von Wind:Research, Rudolf Hickel oder ein mit dem Projekt vertrauter Ökonom der Bremer Uni, der Petent und ein Unterstützer der Petition, z.B. Kapitän Frank Rolf Krämer. Für die Befürworter müsste Martin Günthner Zahlen und Termine nennen und und der ex Staatssekretär Heiner Heseler, seine Behauptung von „mehreren tausend Arbeitspätzen“, die geschaffen würden, mit Fakten begründen. Selbstverständlich sind alle Medien einzuladen.
Für die Realisation dieser notwendigen Veranstaltung könnte evtl. der BUND federführend sein.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon masterchef » Do 17. Sep 2015, 19:30

Einen schönen guten Tag in die Diskussionsrunde ,

zunächst möchte ich dem Hauptpetenten Ingo Oehlkers an dieser Stelle meine Anerkennung für seine Petition aussprechen. Selten bekommt man hier mal ein Schriftstück zu sehen welches inhaltlich und auch orthografisch der Mühe des Lesens Wert ist.

Zur Sache:

Windkraft ist sicherlich eine gute Möglichkeit Energie zu gewinnen aufgrund der Tatsche das sie den energetischen Haushalt dieses Planeten nicht belastet, aber nicht wenn der technische Wirkungsgrad von den aufgebauten Windkraftanlagen mal gerade die 7% Marke erreicht. Ähnliches betrifft auch die Energiegewinnung aus Sonnenkraft.
Die technische Betreuung und der Wartungsaufwand ( Hubschrauber die Kerosin verbrennen und Schiffe welche Schweröl verbrennen ) sind hier noch nicht berücksichtigt.

Im Nachfolgenden einiges aus der Presse.

Zitate:

„Er vertritt geschäftliche Interessen" , sagt Professor Rudolf Hickel, Wirtschaftswissenschaftler von der Uni Bremen.„Die kritisch Engagierten sollten doch genau überprüfen, ob sie mit gutem Gewissen die Online-Petition unterzeichnen können", sagt Hickel. (Laut Nordseezeitung: Nutze Oehlkers Firma „AirCharter-Nord" den Flugplatz Luneort in vielfacher Weise.)„Da der Flughafen durch den Bau des OTB verschwindet, liegt die Verhinderung dieses Projekts im geschäftlichen Interesse", sagt der Wirtschaftsexperte. Laut Nordseezeitung weißt Hickel daraufhin, dass der Flughafen jährlich mit 350.000 Euro subventioniert wird. Ohne diese Subvention müssten die Start- und Landegebühren deutlich erhöht werden.„ Eine öffentliche, übrigens dürftig begründete Petition sollte nicht zu Sicherung eigener geschäftlicher Interessen genutzt werden" sagt Hickel. Und: „Wie würde eine gleichzeitig geschaltete Petition gegen den subventionierten Flugplatz Luneort ausgehen?"

Im weiterem möchte ich auf einen Artikel in der Nordseezeitung hinweisen vom 12.08.2015.

“Flugplatz-Nutzer kämpft gegen OTB“

Aussage von Herrn Dr. Ralf Meyer: Dass ein Nutzer des Flughafens Luneort den Hafenbau wegen der hohen Verschuldung des Landes verhindern will, stößt auch auf Stirnrunzeln. Denn der Flugplatz muss jährlich mit 350.000 Euro aus den Kassen von Land und Stadt subventioniert werden, wie Flugplatz – Chef Dr. Ralf Meyer bestätigt. Gäbe es die Subventionen nicht, müssten die Start- und Landegebühren drastisch erhöht werden, auch für „AirCharterNord“.

Ich fasse der Reihe nach zusammen:

Was wird hier für eine Verhältnismäßigkeit zu Grunde gelegt? Öffentliche Einrichtungen werden ohne steuerliche Zuschüsse wohl kaum überleben bzw. sind ohne diese nicht überlebensfähig. Wenn die Zuschüsse für die BSAG (Bremer Straßenbahn AG) eingestellt werden wäre das Ende eingeläutet. Wenn das Theater in Bremerhaven keine Zuschüsse mehr bekommt wäre das Ende eingeläutet. Es gibt wohl reichlich derartige Beispiele die im selben Ergebnis enden würden. Auch der Bremer Flughafen hat in der Vergangenheit öffentlichen Zuschüsse bekommen.

Sollten denn nun alle öffentliche bezuschussten Einrichtungen deswegen geschlossen werden?

Weiterhin stellt sich ein Flugplatz-Chef in der Öffentlichkeit als unfähiger Geschäftsführer dar, indem er nicht in der Lage ist den Flughafen als Geschäftsführer so zu führen, dass dieser auf keine Subventionen mehr angewiesen ist. (seid längerer Zeit als Geschäftsführer tätig)

In der gewinnorientierten Wirtschaft werden solche Geschäftsführer knallhart entlassen.

350.000 Euro werden als jährlichen Zuschuss für den Flugplatz beziffert welcher im Verhältnis zu den Baukosten des OTB (180 Millionen Euro/ 350.000 Euro) den Flughafen noch ca. 514 Jahre einen Betrieb garantieren würde, rein hypothetisch natürlich.

Erhöhung von Startgebühren? Seid wann werden auf Flugplätzen/Flughäfen Startgebühren erhoben? Die Herren sollte sich doch besser mit der Materie auseinandersetzen, bevor sie mit gefährlichen Halbwissen Menschen ohne Kenntnisse darüber in die Irre führen.

Für einen Flugplatz-Chef ist es höchst bedenklich, sich einer solchen Aussage hinzugeben oder mitschwimmender Weise anzuschließen. (Hickel oder umgekehrt)

Frage der Objektivität?

Angriff auf die Seriosität bzw. Objektivität von Herrn Ingo Oehlkers in Sachen seiner eingereichten Petition bezüglich seiner Nutzung der Infrastruktur des Regionalflughafen-Bremerhaven.

Beispiel:

Wenn ein Unternehmer (Spedition) sich in der Änderung von Gesetzen engagiert, welche sich zu seinem Nachteil auswirken könnten, verlangt es dann die Aufgabe seiner unternehmerischen Tätigkeit um Objektivität herzustellen???

Unter den zuvor genanten Ausführungen, zu den Zitaten und Statements gewisser Herren, dürfte deren Glaubwürdigkeit wohl in Schutt und Asche gelegt sein.

Es ist zu hoffen, dass recht viele Menschen dem Aufruf von Herrn Oehlkers folgen und diese Petition mit sachlichem Verstand zeichnen.

Dazu einige Sätze von Albert Einstein:

Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sonder durch Arbeit und Leistung.

Die Welt ist nicht bedroht von Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

Fazit:

Die Realität scheint ja bei dieser verfilzten Politik in Bremen schon lange keine Relevanz mehr zu haben sondern gleicht in der einfachen Abgrenzung einem Axiom.

Nach Gesprächen mit einigen Personen aus der Bügerschaft wird ja ein üppiges Trinkgeld für die Ingnoranz der Relevanz vom Steuerzahler gezahlt. Schaut man sich die Reputationen der aktuellen Personen der Bremischen Bürgerschaft einmal an dann kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass die Besetzung von Deutschland sucht den Superstar möglicherweise höherwertige kognitiven Fähigkeiten bereitstellt als man vermuten mag.

Es ist eine Beleidigung an jeden Bürger der noch freien Hansestadt Bremens was sich dort als Volksvertreter versammelt hat und über die Zukunft von Bremen entscheidet.Allerdings stellen sich die Bürger auch selbst ein Armutszeugnis aus in dem sie selbst dieses Parlament dorthin gewählt haben.

Demokratie ist kein Wunschkonzert sondern fordert aktive Mitgetaltung eines jeden einzelnen der in Ihr gedenkt zu leben.
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Re: L 19/18: Bau eines Offshore-Terminals

Beitragvon Moderator » Di 21. Jun 2016, 05:18

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