L 20/103 - Einsatz ziviler Ermittler

L 20/103 - Einsatz ziviler Ermittler

Beitragvon Moderator » Mo 13. Jan 2020, 13:43

Es wurde nachstehende Petition eingereicht:


Die Bremische Bürgerschaft möge beschließen bei der Ermittlung von Drogenkriminalität in Form des Dealens/Vertickens/Straßenhandel verstärkt auf zivile Ermittler in Form von Fuß- und Fahrradstreifen zu setzen.

Diese Petition wäre absurd, wenn es nur um den Handel mit Cannabisprodukten ginge. Tatsächlich ist es so, dass skrupellose Dealer auf Kundenwunsch auch andere, harte oder synthetische Drogen besorgen, wenn sie daran verdienen können, beliebt dürfte weiterhin der Handel mit GHB sein. Dabei wandern die Drogen oft durch mehrere Hände, werden also weitergereicht. Im Hintergrund arbeiten organisierte Strukturen, die die Drogen dann auch von Clanmitgliedern sozusagen durchstechen lassen.

Erschreckend ist, wie offen in Bremen gedealt wird. Die Polizei kommt fast immer mit dem Streifenwagen, um einen Brennpunkt stichpunktartig zu kontrollieren. Das ist sicher sehr bequem und schütz die PolizistInnen vor schlechtem Wetter, macht aber überhaupt keinen Sinn, weil sie weithin sichtbar sind. Sie könnten auch per Twitter-Nachricht die Meldung verschicken: Wir kontrollieren gleich.
Ein kurzer Moment reicht, um die Drogen in Sicherheit zu bringen.
Würden die PolizistInnen in zivil mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein, würden sie viel mehr mitbekommen und hören. Die Ermittlung im Drogenmilieu erfordert viel Geduld und gute Beobachtung, um Strukturen zu erkennen. Leider hat die Polizei im Lande Bremen hierfür nicht die personelle Ausstattung.
Moderator
 
Beiträge: 585
Registriert: Di 27. Okt 2009, 09:20

Zurück zu Petitionen in der Mitzeichnungsfrist

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast