S 19/403 - Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Bürger Service Centern

S 19/403 - Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Bürger Service Centern

Beitragvon Moderator » Fr 21. Dez 2018, 08:41

Herr Peter Gerhardt hat nachstehende Petition eingereicht:

- Bitte entschuldigen Sie die skizzenhafte Form dieser Petition. -

Das Konzept der Bürgerservice Center sollte verbessert werden. Zumindestens “in Mitte” und an der “Stresemannstraße” wirken sie abgerockt und teilweise abstoßend.

Die Stadt Bremen sollte ihre BürgerInnen in diesen Centern besser behandeln - z.B. mit der Möglichkeit beim Warten ein gutes Getränk zu sich zu nehmen, mit Kunst an der Wand verbunden mit einem wohnlich schönen Wartebereich, der eher an ein Cafe erinnert.
Das führte zu weniger Aggressionen: Menschen die sich gut und würdig behandelt fühlen, reagieren freundlicher und umsichtig.

Was meine ich genau:

In der Stresemannstraße wurde ich heute von drei Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes in Empfang genommen. Die haben mir nichts getan - aber es wirkt so, als müsse ich ein Hochrisikogebiet betreten um meinen Perso abzuholen. Würden Sie gerne in eine Arztpraxis gehen, wo vorne drei richtig schwere Jungs vom Sicherheitsdienst auf sie warten? Wohl kaum…….

Auch in der Prangenstr. wirkt der immer präsente Sicherheitsmensch im Eingangsbereich m.E. keinesfalls deeskalierend. Im Gegenteil - der sorgt für mehr druck im Kessel.

Sicherheit muss sein, das ist mir klar und dadurch, das sich immer mehr Menschen an den Rand gedrängt fühlen, ist die Stimmung in unserer Gesellschaft teilweise aufgeladen und aggressiv. Dafür gibt es genug Beispiele. Außerdem ist in der Strese das Ausländeramt - in dem sich Dramen abspielen. Ich bin nicht naiv. Aber bitte nicht so. Geht’s nicht etwas dezenter, mit Alarmknopf oder so?

Darüber hinaus wirken die Wartebereiche teilweise lieblos. Wer soll sich da wohlfühlen, als Bürger willkommen heißen. Im Theater Foyer in Bremen sieht es anders aus! Warum sollten die Bürger, die manchmal ziemlich lange da sitzen müssen, das nicht in einer schönen Atmosphäre tun um sich willkommen fühlen.

Auch da gilt: Mir ist schon klar, dass Bremen klamm ist, aber mit gar nicht mal so viel Aufwand und ein wenig Hingabe ließe sich da einiger machen. Manche Kneipen in der Neustadt sind mit Sperrmüll eingerichtet - wirken aber warm und menschlich. Es ist also nicht unbedingt immer eine Frage des Geldes.

Damit kein falsches Bild entsteht: Die MitarbeiterInnen begegneten mir stets engagiert und auch die Sicherheitsleute können nichts dafür, dass Sie so eingesetzt werden. Es liegt nicht an der Personen - der Rahmen sollte verbessert werden.

Meine Bitte an den P.Ausschuss:
Schauen Sie Sich die Dinge mal vor Ort an und vielleicht können Sie einen Ideenwettbewerb starten, wie wir gemeinsam diese Center schöner hinbekommen.

Es gibt in Bremen nicht mehr viele Orte, wo schicke Schwachhäuser Seit an Seit neben Bürgerinnen sitzen, die offensichtlich finanziell kaum über die Runden kommen - wo die Milieus sich mischen und bürgerliche Gemeinschaft erlebbar wird.
Lassen uns gemeinsam, wenigstens diese öffentliche Räume der Begegnung zu schönen Orten machen.
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